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Pilzerkrankungen - Hefepilze (Candida spec. u.a.)

Candidamykosen - Candidosen

 

Auszüge aus „Die Pilz-Invasion“ / Dr. D. Kuhlmann:

VORWORT

von Dr. med. G. Ohlenschläger, Königstein, 1991

Chronische Erkrankungen entstehen in der Regel nicht aus einer Ursache allein, sondern sie entwickeln sich aus einer Verknüpfung mehrerer Ursachen. Es hat in verschiedenen Jahrhunderten immer wieder Faktoren gegeben, die einen katalytischen Effekt auf die Entwicklung bestimmter Erkrankungen ausübten. Ein Phänomen unserer Zeit ist die rasante Ausbreitung von Pilzinfektionen in einem bisher ungeahnten Ausmaß. Nahezu die Hälfte der Bevölkerung gilt heute als pilzinfiziert.

Verantwortlich für diese erschreckende Entwicklung sind zum größten Teil zwei zeitgleiche Geschehen der letzten 50 Jahre, und zwar die Fehl- und Überernährung der Menschen in westlichen Industrieländern und die Entdeckung und Verbreitung antibakterieller und anderer immunschwächender Medikamente ( Antibiotika, Kortikoide, Immunsuppressiva, Hormone u.a. ), die in der heutigen Medizin sicherlich unverzichtbar, aber leider auch nicht ohne Schattenseiten sind. Die Kombination von Fehlernährung und leichtfertiger Einnahme dieser Medikamente hat eine Problematik zur Folge, die Dr. D. Kuhlmann treffend als Syndrom der pilzassoziierten Krankheiten ( PAK-Syndrom) bezeichnet, das alle Krankheiten einschließt, die durch pathogene, d.h. krankmachende Pilze hervorgerufen werden.

Schädliche Hefepilze, die als besonders anpassungsfähig gelten, haben aus der beschriebenen Situation unserer Zeit einen besonders großen Nutzen gezogen. Wie wir heute wissen, sind sie in der Lage, das vorderste Abwehrsystem des Menschen, die Schleimhautbarriere, zu durchbrechen, das Immunsystem gezielt zu schwächen und den ganzen Körper mit Pilzgiften ( Mykotoxinen ) zu überfluten.

Die Folgen sind verschiedenartige, meist chronische Krankheitsbilder, wie z.B. Magen-Darm-Beschwerden aller Art, Allergien ( z.B. als Asthma oder in Form von Ekzemen), Neurodermitis und div. Ekzeme, chronische Blasen-, Vaginal- Nasenneben- und Stirnhöhlenentzündungen, Menstruationsbeschwerden, Impotenz, allgemeine Abwehrschwäche, Abgeschlagenheit, Lustlosigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerz bis Migräne, Depressionen und viele Symptomatiken mehr.

Bei immungeschwächten Personen dringen die schädlichen Pilze im schlimmsten Fall über die Lymph- und Blutbahn in Organe ein, wie z.B. in Leber, Niere, Herz, Milz und Gehirn. Dieser Prozeß verläuft häufig im Verborgenen und wird dann nicht selten zu spät entdeckt. Rund 7000 heute offiziel genannte "Pilztote" pro Jahr in der "alten" Bundesrepublik ( Stand 1989 ), sicherlich nur die Spitze eines Eisberges, sprechen Bände!

Dieses hochaktuelle Zeit- und Gesundheitsproblem wird im vorliegenden Buch, in einer auch für den interessierten Laien gut verständlichen Art, einer breiten Öffentlichkeit nahegebracht.

Königstein, im Frühjahr1991 Dr. med. G. Ohlenschläger



WANN MAN IMMER AN PILZE DENKEN SOLLTE

Bei folgenden Symptomen und Krankheitsbildern sollte, besonders bei einer entsprechenden Vorgeschichte  immer auch an pathogene Pilze, insbesondere Candida albicans, gedacht werden (Lit: RIETH 1979, 1984, 1985, 1986; HAUSS 1986, 1987, 1988, 1989; MENZEL 1989; GEMEINHARDT 1976; CONSTANTINI 1988; CROOK 1986; u.a.m.):

Allgemeine vegetative Symptome:

Abgeschlagenheit, dauernde Müdigkeit

Schlafstörungen

Hitzegefühl

Schwindelerscheinungen

Leistungs- und Konzentrationsstörungen

Potenzschwäche

Depressionen

Migräne


Magen-Darm-Symptome:

Verstopfung und Durchfälle

häufige Gasansammlungen im Darm

Rhoemheld-Syndrom (Zwergfellhochstand durch

Blähungen, "Herzenge")

Sodbrennen, Zungenbrennen

kolikartige Beschwerden

Leberbeschwerden (erhöhte Leber-Werte)

chronische Darmentzündungen wie:

Colitis ulcerosa

Morbus Crohn


Allergien und Hauterkrankungen:

Neurodermitis

Psoriasis (Schuppenflechte)

Rosacea ( "Rotfinnen", chron. Hauterkrankung )

seborrhoisches Ekzem

Urticaria (Juckreiz)

Asthma bronchiale

Nahrungsmittelallergien


Gelenkerkrankungen:

Gicht

Arthritis


Genital- und Hormonstörungen:

chron. Ausfluß (Fluor)

chron. Blasen- und Harnleiterentzündungen (Cystitis)

prämenstruelles Syndrom (Regelbeschwerden)

sexuelle Unlust


allgemeine Infektanfälligkeit (Abwehrschwäche)

 

Wenn eine oder mehrere der genannten Krankheitsbilder Sie quälen, und wenn trotz ärztlicher Behandlung die Beschwerden nicht verschwinden oder immer wiederkommen, dann müssen Sie dringend die Wahrscheinlichkeit eines begleitenden, ursächlichen oder provozierenden Pilzbefalls in Betracht ziehen. Als erster Schritt muß eine entsprechende Laboruntersuchung, entweder des Speichels, des Stuhls, des Urins, des Bronchialsekrets oder der Haut, über unsere Praxis in die Wege geleitet werden. Dann können wir zusammen alle weiteren Schritte zur Problemlösung in der Praxis unternehmen. Auf Grund unserer langjährigen Erfahrung auf diesem Spezialgebiet haben wir individuell angepasste und ganzheitliche  Behandlungskonzepte entwickelt.


IST IHR PROBLEM EIN PILZPROBLEM ?

EIN SCHNELLTEST


Wenn Sie den Verdacht hegen, daß Ihre Gesundheitsprobleme eventuell pilzbedingt sein könnten, machen Sie folgenden Kurztest.

Beantworten Sie in aller Ruhe folgende Fragen, denken Sie dabei auch einige Jahre zurück:

ja / nein

1. Haben Sie wiederholt oder ständig Antibiotika, Kortison oder die

Anti-Baby-Pille eingenommen? ..........

2. Fühlen sie sich häufig übermüdet, abgeschlagen oder depressiv ohne

erkennbaren Grund? ..........


3. Quälen Sie häufig Blähungen und/oder Stuhlunregelmäßigkeiten? Brauchen

Sie viel Toilettenpapier? Ist Ihr Bauch häufig aufgequollen? ..........


4. Essen Sie gerne "fast food", Kuchen oder Süßigkeiten? Trinken Sie häufig

Fruchtsäfte oder Alkohol? ..........


5. Haben Sie vermehrt Hautprobleme (Akne, Schuppenflechte, Neurodermitis,

Fußpilz, allg. Juckreiz )? ..........


6. Haben Sie unregelmäßig Muskel- oder Gelenkschmerzen, besonders der

kleinen Gelenke? .........


7. Er: Haben Sie wiederholt Prostatabeschwerden oder sexuelle Unlust? .........

Sie: Haben Sie wiederholt Ausfluß, Beschwerden vor der Regel oder

sexuelle Unlust? .........


8. Haben Sie häufig Infekte oder Entzündungen ( Nebenhölen, Mittel-

ohr, Tonsillen, Zahnfleisch, Blase, Vagina, Gelenke .... )? .........


Haben Sie 2 - 3 Fragen mit JA beantwortet, so kann Ihr Gesundheitszustand durch krankmachende Hefepilze beeinträchtigt sein.

Haben Sie 4 oder mehr Fragen mit JA beantwortet, so ist Ihr Gesundheitsproblem mit großer Wahrscheinlichkeit ein Pilzproblem! Eine mykologische Untersuchung ist dringend anzuraten!

Copyright Bio-Medoc 1989


Unser Therapieplan

Die erfolgreiche Behandlung innerer Pilzerkrankungen muß sich mit sehr verschiedenen Ausgangsfaktoren und Störungen auseinandersetzen. Zuerst muß die Lebensweise des Erkrankten, besonders in Bezug auf die Ernährungsweise und die Hygiene, erfragt werden, dann müssen mögliche Veranlagungen (prädisponierende Faktoren) ermittelt werden sowie eine Medikamentenanamnese (z.B. frühere Einnahme von Antibiotika ) durchgeführt werden.

 

Beim Pilzproblemen ist häufig folgende Kausalkette zu erwarten:


- Einnahme von darmfloraschädigenden Arzneimitteln; Fehlernährung

- Gestörte Darmflora ( Dysbiose )

- Pilzbefall der Schleimhäute

- Störung der Schleimhautfunktion, IgA - Mangel, M-Zell-Defekte(Darmlymphatikum), Vitamin- und Mineralstoffmangel

( Abwehrschwäche )


Jeder einzele Faktor für sich stellt dabei eine Erkrankung dar oder kann eine solche auslösen. In der Regel folgen die Faktoren aber zwangsläufig aufeinander.

Entsprechend dieser Ausgangssituation läßt sich die ganzheitliche Therapie zusammenfassend in vier große Behandlungskomplexe untergliedern, die zeitlich ineinandergreifen sollten:


A: Aufklärung über Hintergründe und Ernährung

B: Die antimykotische und Begleittherapie - Ausrottung aller gefährlichen Pilze

C: Die Sanierung der Darm- bzw. Schleimhautflora

D: Die Stärkung des Immunsystems, Entgiftung

 

Für die Behandlung zu Punkt B werden i.d.R. Rezepturen, die zusammen mit dem Apotheker Werner Lau entwickelt wurden ( Nystatur-Rezeptur,  Nyatatur-Vaginal-Rezeptur u.a.  eingesetzt. In den Rezepturen werden antimykotische, homöopatische und Vitalstoffe synergistisch kombiniert und damit "mehrer Fliegen mit einer Klappe" geschlagen. Zudem schont die Wirkstoffkombination in den Rezepturen das Portmonee (im Vergleich zu Einzelmittel!).